Pressespiegel | Pressematerial

Ensemble liveMitreißender Sound und ein spielwütiges Ensemble
nachtkritik.de, 17.10.2021
Rainer Schmedemann

Das Cobainprojekt zeigt: Es muss nicht immer Staatstheater sein. Rainer Hansen, Leiter der Theatergruppe „Lichtgestalten“ der Dualen Hochschule Schleswig-Holstein, hat das Stück „Kurt Cobain – Better Listen“ geschrieben und inszeniert.

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Ein im Norden geprägtes Ensemble mit L. Wagner (Kurt Cobain), Finja Sannowitz (Courtney Love/Tracy), M. Müller, JJ Cortés Alor und H. Stenzel, Schauspieler und Laienspieler, mit der Band Solid Water (Rock, Blues, Metal; O. Hansen: Gitarre, M. Schuhmacher; T. Schöneck), bringen die Lebensgeschichte des Frontmannes der Gruppe Nirvana mit mitreißendem Sound und einem „spielwütigen“ Ensemble auf die Bretter des Kühlhauses in Flensburg.

Es ist die Geschichte des Aufstiegs und Falles von Kurt Cobains, der nicht Herr über seine Drogenabhängigkeit wurde. R. Hansen erzählt die Story Kurt Cobains spannend und kurzweilig mit viel authentischer Musik. Wichtige Szenen aus seinem Leben wurden auf der Bühne dargestellt, wie seine Beziehung zu Eltern und Großeltern, seine Beziehung zu Tracy, Stationen seines Aufstiegs mit Höhen und Tiefen, der Ruhm und die wachsende Heroinsucht, die Ehe mit Courtney Love und die Geburt seiner Tochter und zum Schluss sein Freitod mit einer Revolverkugel. Dies alles wird in kurzen, unsentimentalen Spielszenen spannend erzählt und durch Musik K. Cobains, brillant dargeboten von der Liveband „Solid Water“ und beeindruckend stark von Schauspieler L. Wagner gesungen, kommentiert. Die Songs zwischen den Spielszenen, erhöhen den Drive und die Emotionalität des Spiels und sind das Rückgrat dieser mitreißenden Inszenierung. L. Wagner leuchtet die Höhen und Tiefen der Gestalt Cobain aus und lässt dessen Weltschmerz, Unbehagen und Zukunftsangst deutlich werden.

Besonders beeindruckend sind die Szenen zwischen K. Cobain und Tracy sowie Courtney Love. Das Duo Wagner – Sannowitz fesselt durch ihr entfesseltes Spiel zwischen Leichtigkeit und Schwermut. Spiel wird hier für den Betrachter nicht nur zu Erfahrbarem sondern zu Erlebbarem. Die Musik Cobains verstärkt die Stimmungen der Spielszenen und wird zur Seele des Stückes, dank der enthusiastisch rockig-punkig aufspielenden Band. Das Bühnenbild (G. Brockmann) Pappkartons mit trashigen Sprüchen, die Spielräume schaffen und perfekt zu dieser Story passen, vor allem, wenn das Stück in alten Industriehallen gespielt wird.

Der Abend ist mehr als ein Musical, er ist die ehrlich erzählte Geschichte einer Lebensgeschichte, die Fragen nach dem Sinn des Seins stellt, Fluchten aus der Realität beleuchtet, Korruptheit der Musikindustrie aufzeigt und die Verlorenheit des Stars in der Einsamkeit nach den Konzerten deutlich werden lässt und den Fluch der Droge, die dies ertragbar erscheinen lässt. Das Stück endet mit Zeilen des Abschiedsbriefes „It´s better to burn out than to fade away“. Ein toller Theaterabend mit starken Akteuren, doch letztendlich wird der Erfolg dieser Produktion von allen Beteiligten getragen, und es zeigt sich erneut, dass das Gesamtergebnis mehr ist als die Summe seiner Einzelteile.

Dieses Projekt hat erneut gezeigt, dass Theaterbegeisterte fantastische Ergebnisse produzieren können und dafür nicht immer subventionierte Theaterinstitutionen prädestiniert sind, wenn die Akteure eines solchen Projektes nach der Prämisse handeln „It´s better to burn out than to fade away“. Merci & Chapeau!!!

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Kurt-Cobain-Better-Listen-in-Itzehoe„Kurt Cobain - Better Listen” im theater itzehoe
Norddeutsche Rundschau, 28.09.2021
kri

ITZEHOE Sie waren weltberühmt und starben jung: die Musiker des Club 27. Am 5. April 1994, auf dem Höhepunkt seines Erfolgs, setzte „Nirvana“-Sänger Kurt Cobain (Foto) seinem Leben ein Ende.

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27 Jahre nach dessen Tod bringt Rainer Hansen mit seinem dramatisch­musika­lischen Theaterstück „Kurt Cobain – Better Listen“ das Leben des Frontmanns der amerikanischen Grunge-Band auf die Bühne: Am Freitag, 1. Oktober, gastiert das Kurt-Cobain-Projekt im Theater Itzehoe.

Die Hauptrolle hat der Kieler Schauspieler Lasse Wagner übernommen, musikalisch unterstützt wird er von der Kieler Rockband „Solid Water“ (Michel Schumacher, Tjark Schöneck, Oke Hansen, Björn Nissley, Ole Hansen). Songs wie „Smells Like Teen Spirit“ oder „Come As You Are“ nehmen die Zuschauer mit in die 90er-Jahre, als „Nirvana“ als Grunge-Pioniere zum Aushängeschild der Generation X wurde. Kurt Cobain gilt für viele als der wichtigste Repräsentant dieser Generation.

Dramatisch-musikalische Biografie

Die dramatisch-musikalische Biografie „Kurt Cobain – Better Listen“ zeichnet die Entwicklung eines eigenwilligen Individuums bis zu dessen tragischem Ende nach – ein Scheidungskind mit ADHS und Schulabbrecher wird zum Weltstar voller Weltschmerz.

Der Durchbruch der Band kam mit dem zweiten Studioalbum Nevermind 1991. Aber mit dem Ruhm stieg Kurt Cobains Heroinkonsum. Auch die Ehe mit Courtney Love und die Geburt der Tochter Frances Bean dämpften nicht seinen selbstzerstörerischen Lebensstil. Bei Live-Auftritten vergaß er Texte und Akkorde, so dass ein weiterer Gitarrist, Pat Smear, engagiert wurde. Mehrere Entzugskuren halfen nicht.

War sein Freitod das zwangsläufige Ende eines außergewöhnlichen Lebens? Oder war dieses Schicksal abwendbar? Und was verrät uns das über die Generation X, die sich anschickt, weltweit die Position der Babyboomer in Politik und Gesellschaft zu übernehmen, und für die „Burn-Out“ ein charakteristischer Begriff geworden ist?

Kurt Cobain – Better Listen, Freitag, 1. Oktober, 19.30 Uhr, Theater Itzehoe. Eintritt 24 Euro (ermäßigt 18 Euro) zuzüglich Vorverkaufsgebühr, erhöhte Abendkassenpreise.

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Kurt Cobain - Better Listen” feiert in Kiel Premiere
Schleswig-Holstein-Magazin | NDR 28.08.2021

Das Musik-Theaterstück über den Frontmann der legendären Band Nirvana ist im Kieler Theater am Wilhelmplatz zu sehen.

Der SH-Magazin-Beitrag ist bis zum 28.11.2021 in der Mediathek von NDR und ARD zu sehen.

Kurt Cobain: Ein kurzes, wildes Leben
Kieler Nachrichten, 28.08.2021
Von Beate Jänicke

Der Sound von Nirvana – garagenrockig und postpunkig mit dreckiger Gitarre – war stilprägend für den Grunge. Songs wie „Come As You Are” hat man gleich im Ohr. Bei der gefeierten Premiere des musikalischen Biopics „Kurt Cobain – Better Listen” gab es spannendes Theater und jede Menge authentischer Musik.

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Wo gibt’s so was, dass am Ende eines Theaterabends nach einer Zugabe gerufen wird? So geschehen bei der Uraufführung des Musiktheaterstücks „Kurt Cobain – Better Listen”. Ein Wunsch, der in der ausverkauften Niederdeutschen Bühne Kiel dem enthusiastischen Publikum nach viel Applaus mit Verve erfüllt wurde.

Mit seinem Stück hat der Autor und Regisseur Rainer Hansen eine Art musikalisches Biopic über den amerikanischen Sänger, Musiker und charismatischen Frontmann der Band Nirvana auf die Bühne gebracht. In kurzen Spielszenen tauchen die fünf bestens aufgelegten Schauspieler und auch der Bassist und der Drummer der Begleitband Solid Water ein in das Leben Cobains. Das ein wildes Auf und Ab war – beinahe von Anfang an. „Lass ihn nicht zu weich werden”, sagt Großvater Cobain (Horst Stenzel) zu Kurts Vater Don (Juan José Cortés Alor), zwei Rednecks aus der amerikanischen Provinz. Doch der Junge ist hochsensibel, begabt und labil. Der Anerkennung durch den abweisenden Vater wird er sein kurzes Leben lang hinterherlaufen. Aber er wird auch einer der prägendsten Rockmusiker der 90er-Jahre werden. Eine hell auflodernde Flamme, die durch Drogen und Suizid ausgelöscht wird.

Auf einer mit vollgekritzelten Pappkartons möblierten Bühne, zugleich Requisit und Symbol der Ruhelosigkeit, spult sich das Geschehen ab. Dreh- und Angelpunkt ist der Schauspieler und Sänger Lasse Wagner. Irrlichternd zwischen kindlicher Angst und rotziger Ihr-könnt-mich-mal-Attitüde verleiht er der Persona Cobain glaubhaft Leben. Auch die abgründigen Züge des Musikers werden nicht ausgespart, wenn er seiner schwangeren Frau Courtney Love (explosiv: Finja Sannowitz) Heroin andient. Selbstverständlich kann man keinen Theaterabend über Cobain ohne seine Musik machen. Absolut authentisch klingen die vielen Nirvana-Songs von „Come As You Are” bis „Heart-Shaped Box”, die Lasse Wagner mit angemessen rauer Stimme in einer Mischung aus Rock, Postpunk, Metal und Indie – kurz: Grunge – mitreißend performt. Kongenial unterstützt von der klasse spielenden Kieler Band Solid Water. In der zweiten Hälfte des Stücks verdichtet sich die Handlung, was der Inszenierung gut tut. Es gibt weniger dokumentarische Erklärungen, sondern das Spiel gewinnt mehr an Tiefe. Trotz vieler tragischer Umstände ist durchaus auch immer wieder Humor dabei, der das Schwere bricht. Am bitteren Ende, das nun mal feststeht, kann Lasse Wagners Theaterfigur einfach wieder aufstehen und mit dem wohl bekanntesten Song der Band „Smells Like Teen Spirit” eine wilde Party feiern. Ein würdiger Abschluss.

Weitere Termine: 19.9, 18 Uhr und 20.9, 20 Uhr, Die Pumpe

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Quelle: Kieler Nachrichten, 28. August 2021

COBAIN PROJECT BY NEJLA YILMAZTURK 9

Kurt Cibain – Better Listen
NDR Info | Kultur, 27.08.2021
Von Linda Banda

Kurt Cobains Leben als dramatisch-musikalisches Theaterstück in Kiel
Kieler Nachrichten, 27.08.2021
Von Thomas Bunjes

Kurt Cobains bewegtes, kurzes Leben als Frontmann der Grunge-Band Nirvana kommt in Kiel auf die Theaterbühne. Rainer Hansens dramatisch-musikalisches Theaterstück „Kurt Cobain – Better Listen“ feiert am 27. August Premiere im Theater am Wilhelmplatz. Auf der Bühne steht dabei auch eine echte Live-Band.

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Sein Sohn Oke habe mit zehn Jahren noch mit Meerschweinchen gespielt, erzählt Rainer Hansen, wie er auf den Stoff für sein neues Stück „Kurt Cobain – Better Listen“ gekommen sei. „Auf einmal hing ein Nirvana-Plakat in seinem Kinderzimmer, umrahmt von Meerschweinchen-Bildern. Das hat bei mir damals einen Schock ausgelöst.“ Am 27. August feiert das dramatisch-musikalische Theaterstück des Cobain-Projekts Premiere im Theater am Wilhelmplatz.

Bis heute treffe er ganz viele Menschen, für die in einer entscheidenden Phase ihrer Adoleszenz die Musik von Nirvana und die Texte von Kurt Cobain emotional große Bedeutung hatten, berichtet Hansen, der auch Regie führt. „Mit 14, 15, 16 habe ich teils schon in einer sehr großen Nirvana-Blase gelebt“, bestätigt Lasse Wagner, der Kurt Cobain verkörpert und im Stück auch als Sänger agiert. Die Musik finde er bis heute gut.

Orientiert an Filmen und Biografien

Hansen hat sich an dem orientiert, was über Cobain an Filmen und Biografien vorliegt. Das Material sei in sich relativ schlüssig. „Verbürgt ist, dass er ziemlich lang im Karton gelebt hat“, erzählt Hansen, „er hat schon ein in Anführungsstrichen Punk-Leben geführt.“ Was die teils recht lädierten Kartons erklärt, die während der Probe auf der Bühne rumliegen.

Wie hat Hansen Cobains Leben kondensiert? Eine Schlüsselszene sei die Trennung der Eltern. Dann die drei Frauen, die – außer seiner Mutter – in Cobains Leben eine große Rolle gespielt haben: Tracy Mirander und Courtney Love, gespielt von Finja Sannowitz und Tobi Vail, dargestellt von Mona Müller. Elementar sei die musikalische Entwicklung, die Alben von „Bleach“ über „Nevermind“ bis zu „In Utero“. Verbunden mit Cobains Problemen, sich musikalisch zu behaupten gegenüber seinem Management: dem die reine Punk-Lehre vertretenden Calvin Johnson und dem die Band auf Kommerz trimmenden Danny Gold, beide gespielt von Juan José Cortés Alor und dazwischen Jonathan Poneman, dargestellt von Horst Stenzel, ein dem Punk zugeneigter Produzent, der als erster das Potenzial von Nirvana entdeckt.

Auch komische Szenen im Stück

Natürlich könne man das alles nicht von Cobains Drogenentwicklung trennen, sagt Hansen. „Die aber nicht explizit im Mittelpunkt steht“, ergänzt Wagner, „das läuft halt mit.“ Sie versuchten schon, die Geschichte immer wieder aufzulockern, sagt Hansen, „damit die Leute nachher nicht tränenblind zum Parkplatz wanken“. Deshalb gebe es auch ein paar Sitcom-Elemente „Wenn Chad Channing aus der Band geworfen wird auf eine nicht so elegante Weise, das hat schon Slapstick-Charakter.“

Belebendes Element auf der Bühne ist sicher auch die Live-Band: Gitarrist Ole Hansen, Michel Schumacher (Bass) und Tjark Schöneck (Schlagzeug) vom Kieler Rock, Blues und Metal-Quintett Solid Water. Die nicht nur die Songs spielen, sondern als Nirvana-Musiker auch Sprechrollen übernommen haben. Michel hat schon Theaterluft geschnuppert, in seiner Schulzeit viel Theater gespielt, dann aber wegen Solid Water mit dem Theater aufgehört, für beides habe die Zeit gefehlt. „Für mich ist das wie nach Hause kommen, mir macht das total viel Spaß.“ Seine Band-Kumpels pflichten ihm bei.

„Die Hauptherausforderung war es, die Lieder so in das Stück einzubauen, dass sich das nicht anfühlt wie ein kompletter Gelenkbruch“, erzählt Drummer Tjark. Als er das Stück geschrieben habe, sagt Hansen, sei er sich nicht sicher gewesen, wie viel Schauspielerei er den Musiker zumuten durfte. Im Laufe der Entwicklung des Stücks sei der Anteil von Tjark und Oke immer größer geworden – „weil wir gemerkt haben: Ja, ihr könnt spielen“.

Premiere: 27. August, 19.30 Uhr, Theater am Wilhelmplatz, nächste Aufführungen dort am 28. August, 19.30 Uhr und am 29. August, 18 Uhr, Theater am Wilhelmplatz sowie am 19. und 20. September, Die Pumpe, Kiel. Weitere Termine und Infos unter www.cobainprojekt.bio-pic.de

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Quelle: Kieler Nachrichten, 27. August 2021

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Ole Hansen, Lasse Wagner, Michel Schumacher
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Lasse Wagner als Kurt Cobain
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Lasse Wagner als Kurt Cobain
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Horst Stenzel, Lasse Wagner, Finja Sannowitz
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Lasse Wagner, Finja Sannowitz
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Ole Hansen, Lasse Wagner, Michel Schumacher
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Lasse Wagner als Kurt Cobain
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Horst Stenzel, Lasse Wagner, Finja Sannowitz
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Lasse Wagner, Finja Sannowitz
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